Mehr als 3,7 Millionen Österreicher nutzen im Jahr 2017 Facebook, vorwiegend junge Leute sind in dem Netzwerk aktiv. Aber auch zunehmend ältere Menschen finden Gefallen am virtuellen Austausch.
Für Ärzte bietet sich eine Facebook-Fanpage an, Nutzer können dabei den „Gefällt mir“ Button klicken und erhalten künftig Informationen des Fanpage Betreibers, die dieser auf seiner „Pinnwand“ veröffentlicht.
Zielgruppe einer Facebook – Fanseite ist der Patient. Verfügt die Fanseite über interessante Inhalte, so können auch neue Patienten angesprochen werden. Der Vorteil einer Praxis -Fanpage ist schnell erklärt: Nur User, die ein ausgewiesenes Interesse an den Themen einer Arztpraxis bzw. an dem Arzt haben, werden den „Gefällt-mir“ Button auch klicken. Damit ist die Aufmerksamkeit der Empfänger gewiss und anders als bei Schaltungen in der Presse der Streuverlust minimal.
Vom persönlichen Facebook-Profil des Arztes zur Vernetzung mit Patienten ist abzuraten, das persönliche Profil sollte ausschließlich dazu dienen, als Administrator die Fanseite zu verwalten bzw. sich tatsächlich im privaten Umfeld mit persönlichen Bekannten auszutauschen. Eine Ordinationsseite muss immer als Unternehmensseite geführt werden.
Auch eine Facebook-Seite muss über ein Impressum verfügen, das den Betreiber der Webseite und den Zweck verlautbart. (siehe dazu Impressum Webseite)
Ebenso dürfen Fotos von Patienten nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung veröffentlicht werden, diese sollte am besten schriftlich eingeholt werden! Achten Sie am besten darauf, dass der Patient am Bild nicht wiedererkannt werden kann.
Ebenfalls wichtig ist die Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht und der allgemeinen Datenschutzbestimmungen – auf die namentliche Nennung von Patienten und deren Krankheitsbild daher unbedingt verzichten!
Geben Sie niemals medizinischen Rat oder Diagnosen zu Fragestellungen via Facebook ab. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Telemedizin sind sehr streng, daher sollten Tipps auf Facebook niemals über allgemeine Empfehlungen hinausgehen. Beantworten Sie keine Anfragen in Privatnachrichten oder öffentlich über die Pinnwand.
Eine Facebook-Seite ist meist rasch angelegt. Im Praxisalltag scheitern die meisten Ordinationen an der Themenfindung bzw. regelmäßigen Aktualisierung der Fanpage – zurück bleiben verwaiste Pinnwände mit einigen halbherzigen Einträgen, die mehrere Monate und oft Jahre zurück liegen.
Grundsätzlich gilt: Zumindest einmal wöchentlich bis maximal einmal täglich sollte gepostet werden. Entscheidend ist ein guter Mix aus folgenden Themen:
Hilfreich ist, einen Redaktionsplan zu erstellen, der festlegt, wann welche Themen gepostet werden. So bewahrt man den Überblick und läuft nicht Gefahr, seine Seite zu vernachlässigen.
Verzichten Sie auf werbliche Botschaften und beobachten Sie die Facebook-Seite genau. Patienten könnten dort Fragen stellen oder auch Nachrichten schicken, auch negative Kommentare von unzufriedenen Patienten sind möglich.
Wichtig für den Umgang mit sozialen Netzwerken ist: Reagieren Sie in jedem Fall, am besten rasch! Das Löschen von Kommentaren wird im Netzwerk nicht verziehen, ebenso wenig persönliche Rechtfertigungen. Offene, ehrliche und vor allem objektive Antworten sind wichtiger Teil der „Netiquette“ – wie der Umgang auf Facebook bzw. im Netz miteinander bezeichnet wird.
Mehr InfosDurch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du dich damit einverstanden.